Was bedeutet Bildung für Kinder? – Bildungsprozesse

Bildung_Kinder_Bildungsprozesse

Erstellt von Kristine Schmeizl

Kategorie: Erzieherwissen

19.02.2023

Kindliche Bildungsprozesse und Bildung vollzieht sich von Geburt an. Die Bindung und Beziehung zu den Bezugspersonen nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein. Eine gute Beziehung erzielt hohe Erfolge, während ein gestörtes Verhältnis für Anspannung und Unruhe sorgt und somit kindliche Bildungsprozesse nicht gefördert werden können.

Kinder eignen sich die Welt über sich selbst an. Sie explorieren und orientieren sich an ihren Vorbildern und erzielen auf die Art und Weise neue Lernschritte und Erfahrungen.

Bildung soll

  • Mitbestimmung
  • Partizipation
  • Selbstbestimmung
  • Solidarität

ermöglichen.

Kinder haben vielfältige Kompetenzen und Fähigkeiten und erhalten durch neue Erfahrungen, wie im Kindergarten oder durch ihre Eltern, neue Chancen. Der Erhalt sozialer Regeln, Normen und grundlegenden Werten ist total wichtig, da Kinder so ihr Potenzial und ihre Entwicklung erhalten und fördern können.

Die Kooperation und Kommunikation mit Kindern nimmt in vielen Bildungsorten eine hohe Priorität ein, da nur durch gegenseitiges Sprechen und Wertschätzung untereinander, Bildung erzielt werden kann. Bildung beginnt von Geburt und endet niemals. Alle, sowohl Kinder als auch Erwachsene, werden im Laufe des Lebens an Erfahrungen und Konsequenzen für ihr Handeln reicher.

Was ist Bildung? Ziele & Aufgaben der frühkindlichen Bildung

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Was versteht man unter Bildung?

Bildung umfasst die Gesamtheit der Fähigkeiten und Eigenschaften einer Persönlichkeit.

Darunter versteht man die lebenslangen und selbsttätigen Prozesse zur Weltaneignung von Geburt an.

📌 Bildung vollzieht sich als individueller und sozialer Prozess.

Kinder gestalten ihren Bildungsprozess immer aktiv mit. Sie erschaffen sich ihr Wissen über die Welt und sich selbst durch ihre eigenen Handlungen. Sie befinden sich im permanenten Entwicklungsprozess.

Sie sind von Anfang an mit grundlegenden Kompetenzen und einem reichhaltigen Lern- und Entwicklungspotenzial ausgestattet. Dieses wird mit zunehmenden Erfahrungen gefüllt.

Das Spielen selbst und das Spiel der Kinder ist die erste Form des Lernens, das sich mit der Zeit zum systematischem Lernen entwickelt.

Warum ist Bildung wichtig für Kinder und welche Ziele werden verfolgt?

📌 Bildung ist eine wichtige Grundlage und ermöglicht es, grundlegendes Wissen zu erlangen.

Die Fähigkeit lernen zu können ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der Persönlichkeit und ein erfülltes Leben.

Bildung fördert die Erhaltung von sozialen Regeln und Werten und vor allem muss Bildung für alle Kinder zugänglich sein. Das inkludiert den Besuch von Schulen, als auch sollen alle von den Möglichkeiten profitieren, Ihre Zukunft selbst zu gestalten.

➤ Durch Bildung ergeben sich neue Chancen als auch widerspiegelt sich die Lebensqualität darin.

In drei grundlegenden Fähigkeiten zeigen sich die Ziele:

  • Selbstbestimmungsfähigkeit
  • Mitbestimmungsfähigkeit
  • Solidaritätsfähigkeit

Unter Selbstbestimmungsfähigkeit wird die Fähigkeit zur Selbstbestimmung eigener Lebensbeziehungen und Entscheidungen verstanden.

Mitbestimmungsfähigkeit meint die Fähigkeit, eigene Beiträge im Kontext effektiv beizutragen und verantwortlich mitbestimmen zu können.

Und die Solidaritätsfähigkeit zielt auf das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Eintreten der Rechte für das Allgemeinwohl.

Welche Aufgaben umfasst die Bildung?

💡 Der Bildungsauftrag liegt im Lehren und Lernen von Wissen.

Zu den Aufgaben der Bildungspolitik zählt es, den Kindern frühzeitig bestmögliche Bildungserfahrungen,- und Chancen zu bieten.

➤ Im Fokus steht das Kind mit dem Recht auf Bildung von Geburt an.

Die Kooperation untereinander und aller außerfamiliären Bildungsorte, mit der Familie, ist von entscheidender Bedeutung, da Bildungsprozesse immer auf Anschlusslernen beruhen.

Bildungsorte_Kooperation
Was bedeutet Bildung für Kinder? - Bildungsprozesse 4

Das bedeutet, dass das Kind sowohl in der Familie, als auch in außerfamiliären Orten wie z.B. der Krippe, dem Kindergarten oder in der Schule immer wieder von neuen Bildungserfahrungen profitiert.

➤ Aus diesem Grund ist der Austausch zwischen den Eltern und den Fachkräften im genannten Beispiel, sehr wichtig, damit auf den bereits vorhandenen Bildungserfahrungen der Kinder anknüpft und darauf aufgebaut werden kann.

Wie gelingen kindliche Bildungsprozesse?

Gelingende Bildungsprozesse hängen maßgeblich von der Qualität der Beziehungs- und Bindungserfahrungen ab. Verlässliche Bindungen und Beziehungen werden vorausgesetzt.

Hat das Kind eine gute Bindung zu seinen Bezugspersonen, so gelingen neue Lernprozesse einfacher.

⛔ Ist die Beziehung von geringer Qualität, werden Erfolge geringfügiger erzielt.

Von zentraler Bedeutung sind die Erfahrungen, die das Kind in den ersten Lebensjahren der Familie macht. Aber auch später im Schulalter ist die Qualität bestimmend für den Lernerfolg des Kindes.

In der Familie werden, als primären Ort der sozial-emotionalen Entwicklung, die Grundbausteine für lebenslanges Lernen gelegt. Dies betrifft sowohl unsere sozialen, emotionalen und physischen Kompetenzen.

💡 Eltern sind unser Begleiter auf dem Weg.

kindliche_Bildungsprozesse_Kompetenzen
Was bedeutet Bildung für Kinder? - Bildungsprozesse 5

Deswegen gehört es zu unserem Beruf

  • … den Eltern die Wichtigkeit der Aufgabe mitzuteilen.
  • … ihre Verantwortung wertzuschätzen.
  • … Eltern zum Wohle der Kinder zu unterstützen, egal ob in der Kindertageseinrichtung oder in der Schule.

Ein paar der wichtigsten Aufgaben einer pädagogischen Fachkraft:

  • Eine anregende Umgebung herstellen
  • Kinder beobachten
  • Kinder ermutigen

Bildung und Erziehung stehen immer im engen Zusammenhang zueinander und bestimmen den Kindergartenalltag. Sie werden als einheitliches Geschehen im sozialen Kontext betrachtet.

Kinder eignen sich hauptsächlich die Welt im sozialen Umfeld an und interagieren miteinander. Erzieherische Tätigkeiten, die auf Begleitung, Anregung der Bildungsprozesse abzielen, leisten einen großen Beitrag auf diesem Weg.

💡 Ohne Erziehung ist Bildung nicht möglich und Bildung kann nicht ohne Erziehung vollzogen werden!

Zusammenfassung

  • Bildung und Erziehung stehen im engen Zusammenhang zueinander
  • Erziehung zielt auf Begleitung und Unterstützung kindlicher Bildungsprozesse
  • Bildung umfasst die Gesamtheit der Fähigkeiten und Eigenschaften einer Persönlichkeit und meint die lebenslangen und selbsttätigen Prozesse, die durch Erziehung unterstützt werden
  • Jedes Kind hat von Geburt an ein Recht auf Bildung. Aufgabe ist es, frühzeitig bestmögliche Bildungserfahrungen,- und Chancen zu ermöglichen
  • Verlässliche Bindungs- und Beziehungserfahrungen zu den Erwachsenen sind dabei Voraussetzung für neue gelingende Lernprozesse
  • Ziele der Bildung umfassen: Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität

Die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zeigt nochmals das perfekte Zusammenspiel für Bildungserfahrungen der Kinder und umschreibt, wie wichtig die Kooperation für neues Wissen ist: Zum Video / Zum Artikel


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